Aktualisiert am 23. Januar 2023
Ein Mikrowellenherd ist ein praktisches Haushaltsgerät zum schnellen Erwärmen von Speisen. Moderne Mikrowellen sind dank verschiedener Zusatzfunktionen kleine Alleskönner.
Doch welche Mikrowelle passt am besten zu dir? In diesem Ratgeber zeigen wir dir die besten Mikrowellenherde.
Inhaltsverzeichnis
Mikrowellenherd: Unsere 5 Empfehlungen
Testsieger: Beliebte Allround-Mikrowelle mit allen Funktionen
Bauknecht Chef Plus MW 49 SL
Die Bauknecht MW 49 SL ist eine sehr beliebte Mikrowelle – und untermauert dies in unserem Test.
Glänzen kann diese Mikrowelle besonders mit den vielen Zusatz-Funktionen: Grill, Heißluftfunktion und sogar Dampfgaren werden geboten. Die 37 Automatikprogramme laden zum Ausprobieren ein.
Mit 25 Liter Fassungsvermögen bietet das Gerät genügend Platz, ohne zu klobig zu wirken. Auch die Leistung überzeugt, vor allem bei den Zusatzfunktionen.
Besonders löblich ist das umfangreiche Zubehör: Zwei Grillroste, ein Dampfgarbehälter sowie Crisp-Platte und Griff. Dank der speziellen Crisp-Funktion gelingen dir Pommes und Pizza spielend einfach.
Preis-Leistungs-Sieger mit Grill und Backofenfunktion
Die Medion MD 15501 ist unser Preis-Leistungs-Sieger.
Neben dem klassichen Mikrowellenbetrieb kann man bei diesem Gerät auch mit Doppelgrill und leistungsstarker Heißluft kochen. Unterstützt wird das ganze von 10 Automatikprogrammen.
Dank 25 Liter Volumen und 900 Watt Mikrowellen-Leistung bietet die Medion Mikrowelle ausreichend Platz für die meisten Teller und Gefäße und erwärmt die Speisen zügig.
Clever: 2-in-1 Mikrowelle ohne Drehteller
CASO MG 20 Ecostyle Ceramic
Die Caso MG 20 Ecostyle Ceramic sieht wie außen wie eine herkömmliche Mikrowelle aus, überzeugt aber mit Grillfunktion und dem flachen Keramikboden ohne Drehteller.
Die Bedienung ist kinderleicht anhand lediglich zweier Drehknöpfe. Dafür musst du allerdings auf Automatikprogramme verzichten.
Die Ecostyle Ceramic ist eine der günstigsten Mikrowellen ohne Drehteller und eignet sich als Einstieg in diese Bauweise. Clever: Dank zweiter Garebene können in der kompakten Mikrowelle auch zwei Portionen gleichzeitig zubereitet werden.
Gute Allround-Mikrowelle zum attraktiven Preis
Sharp R843INW
Die Sharp R843 kann im Test durchweg überzeugen. Wirklich Schnitzer leistet sich das Gerät jedenfalls nicht.
Mit 25 Liter Fassungsvermögen und 30 cm Durchmesser befindet sich das Gerät im guten Mittelfeld. Positiv ist der Doppelgrill, der Speisen sowohl von oben als auch unten grillt.
Im Vergleich gehört die R843INW zu den günstigeren Mikrowellen mit Heißluft. Besonders der Heißluftmodus überzeugt durch die hohe Leistung.
Kleine Mikrowelle ohne Grill mit einfachster Bedienung
Toshiba MW2-MM20PF(BK)
Die 800 Watt starke Toshiba MW2-MM20PF(BK) verzichtet auf unnötigen Schnick-Schnack. Die Solo-Mikrowelle wird daher klassisch anhand von zwei großen Drehschaltern bedient.
Leistung wählen – Zeit einstellen – fertig! Die Bedienung ist kinderleicht.
Der Innenraum bietet 20 Liter Fassungsvermögen und befindet sich in einem hochwertig aussehenden Gehäuse.
Wie funktioniert ein Mikrowellenherd?
Wichtigstes Bauteil der Mikrowelle ist das Magnetron. In diesem wird die Mikrowellenstrahlung erzeugt, die dann in den Garraum geleitet wird.
Die elektromagnetischen Wellen versetzen die Moleküle der Speise in Bewegung. Durch die Bewegung kommt es zur Reibung zwischen den Molekülen, wodurch wiederum Wärme entsteht. Die entstehende Wärme erhitzt die Speisen.
Die verschiedenen Bauarten erklärt
Die klassische Mikrowelle ist ein freistehendes Gerät, dass einfach auf eine Unterlage (z.B. die Arbeitsfläche der Küche) gestellt wird. Daneben gibt es aber noch weitere Bauarten:
Freistehende Mikrowellen
Wie erwähnt kann ein Standgerät einfach frei platziert werden.
Vorteile
- Einfache Installation
- Kann leicht an einem anderen Ort platziert werden
- Größte Auswahl an Modellen
- Günstiger Preis
Nachteile
- Nimmt viel Platz auf der Arbeitsfläche ein
- Fügt sich weniger in das Gesamtbild ein
Einbaumikrowellen
Einbaumikrowellen werden fest in einen Hochschrank oder Oberschrank eingebaut.
Vorteile
- Hochwertige Optik
- Platzsparend
Nachteile
- Aufwändige Montage
- Meist etwas teurer als Standgeräte
- Geringere Auswahl
Unterbaumikrowellen
Unterbaufähige Mikrowellen werden direkt unter einen Hängeschrank montiert. Dadurch „schweben“ diese Geräte in der Luft.
Vorteile
- Platzsparend
- Bequeme Bedienhöhe
- Geräte können auch freistehend betrieben werden
Nachteile
- Bohrungen in den Oberschrank nötig
- Sehr geringe Auwahl an Modellen
Die wichtigsten Funktionen
Mikrowellenherde beschränken sich schon lange nicht mehr auf den klassischen Mikrowellenmodus.
Durch die vielfältigen Betriebsarten sind Mikrowellen vielfältig einsetzbar. Die wichtigsten Betriebsarten sind folgende:
Mikrowellenmodus
Der klassische Mikrowellenmodus dient vor allem zum Auftauen oder Erwärmen von Speisen. Großer Vorteil ist die hohe Geschwindigkeit, in der Speisen heiß werden.
Allerdings darfst du die Leistung auch nicht zu hoch wählen. Da die Strahlen nicht besonders tief in die Speise eindringen können, erhitzt sich vor allem die Oberfläche.
Daher ist es wichtig, die Speisen regelmäßig umzurühren. Ist das nicht möglich, musst du eine verringerte Leistung nehmen, damit die Wärme auch langsam in die Mitte vordringen kann.
Der Nachteil des Mikrowellenmodus besteht darin, dass die Speisen zwar heiß, aber nicht knusprig werden. Schlaue Köpfe haben daher die Mikrowelle um eine Grillfunktion erweitert.
Grillfunktion
Mikrowellen mit Grill besitzen auf der Oberseite einen Quarz- oder sogar Infrarotgrill. Dieses Heizelement erhitzt sich sehr stark und grillt dadurch die Speise im Garraum der Mikrowelle.
Die Grillfunktion eignet sich besonders zum Überbacken von Speisen, aber auch zum Grillen von Fleisch und Fisch.
Die Leistung kann meist nicht direkt reguliert werden. Durch den Abstand der Speise zum Grillelement kannst du die Stärke aber indirekt beeinflussen. Zum Lieferumfang gehört daher auch immer ein Grillrost, auf den du die Speise stellen kannst.
Heißluftfunktion
Die Heißluft-Funktion verwandelt den Mikrowellenherd in einen kleinen Backofen.
Ein zusätzliches Heizelement bläst in Verbindung mit einem kleinen Ventilator heiße Luft in den Garraum. Dadurch funktioniert die Mikrowelle wie der klassische Backofen.
Die Mikrowelle heizt sich aber aufgrund des kleineren Volumens deutlich schneller auf. Außerdem verbraucht sie weniger Energie und damit auch Geld.
Der Heißluftmodus eignet sich besonders zum Backen von Brötchen oder Pizza.
Dampfgarfunktion
Etwas ausgefallen und deutlich seltener ist die Dampfgarfunktion.
Das Prinzip ist folgendes: Wasser wird durch die Mikrowellenstahlen zum Kochen gebracht und verdampft. Dieser heiße Dampf wird zum Garen von Gemüse und anderen Speisen genutzt.
Einige Mikrowellen haben einen seperaten Wassertank, während andere einen Dampfgarbehälter haben, der einfach in die Mikrowelle gestellt wird.
Großer Vorteil ist die schonende Zubereitung der Speise, bei der wichtige Vitamine und Nährstoffe geschützt werden.
Auf diese Eigenschaften musst du beim Kauf eines Mikrowellenherds achten
Die Auswahl an Mikrowellenherden ist unübersichtlich und schwer. Hier erfährst du die wichtigsten Kriterien, auf die du beim Kauf achten solltest:
- Leistung
- Größe
- Preis
- Bedienung
- Inverter-Technik
- Mit oder ohne Drehteller
- Automatikprogramme
Leistung
Die Leistung der Mikrowelle gibt an, wie schnell eine Speise erwärmt wird. Der Wert wird in WAtt angegeben.
Generell kann man sagen, dass ein größerer Wert besser ist. Als Anhaltspunkt sollte die Leistung der Mikrowelle nicht unter 800 Watt liegen.
Größe
Die Größe der Mikrowelle wird klassisch in Liter angegeben und bezieht sich auf das (theoretische) Fassungsvermögen des Innenraums.
Wichtig ist vor allem, ob dein Geschirr in die Mikrowelle passt. Dies kannst du am besten anhand des Durchmessers des Drehtellers abschätzen.
In eine große Mikrowelle passt mehr hinein, allerdings braucht das Gerät auch mehr Platz in der Küche. An folgender Tabelle kannst du dich gut orientieren:
Größe | Einordnung | Anwendungsbereich |
---|---|---|
bis 20 Liter | klein | Auftauen und Erwärmen kleiner Speisen; platzsparend |
21 – 25 Liter | mittel | Ausreichend für normal Portionen |
über 25 Liter | groß | Für große Haushalte geeignet |
Preis
Der Preis hat zwar keinen direkten Einfluss wie gut deine Mikrowelle kocht, allerdings kann er ausschlaggebend beim Preis sein.
Die Preisspanne für Mikrowellenherde reicht von günstigen Modellen um die 60 Euro bis zu Spitzengeräten für mehrere hundert Euro.
Je mehr Funktionen und Leistung du möchtest, um so teurer wird die Mikrowelle. Daher solltest du vorher gut überlegen, ob du bestimmte Zusatzfunktionen überhaupt benutzt.
Auch wenn wir in unseren Tests grundsätzlich gute Erfahrungen mit günstigen Modelle gemacht haben, raten wir dir aus Sicherheitsgründen immer ein Markenmodell zu kaufen.
Bedienung
Die umfangreichen Funktionen einer Kombi-Mikrowelle sind toll. Nervig hingegen ist eine komplizierte Bedienung. Mit steigendem Funktionsumfang wird auch die Steuerung komplizierter.
Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Bedienung:
- Die manuelle Bedienung setzt klassisch auf zwei Drehknöpfe für Leistung und Zeit.
- Die digitale Bedienung setzt zusätzlich auf diverse Knöpfe und ein Display.
Wenn du nicht sehr technik-affin bist, ist vielleicht eine einfache Mikrowelle mit leichter Bedienung die beste Wahl. Wenn du hingegen gern die Zusatzfunktionen nutzen möchtest, kommst du vermutlich um ein kurzes Studium des Handbuchs nicht herum.
Inverter-Technik
Das klassische Magnetron einer Mikrowelle kennt nur zwei Zustände: An oder Aus.
Das bedeutet, dass die Mikrowelle immer nur unter voller Leistung oder im Leerlauf läuft. Wird eine Mikrowelle mit 800 Watt Leistung also auf 400 Watt gestellt, dann läuft das Gerät die Hälfte der Zeit unter Voll-Last und die andere Hälfte im Leerlauf.
Moderne Mikrowellen mit Inverter hingegen können die Leistung auch wirklich in verschiedenen Stufen abrufen. Dadurch wird die Speise schonender zubereitet. Nachteil ist der etwas höhere Preis.
Mit oder ohne Drehteller
Warum besitzen Mikrowellen eigentlich einen Drehteller? Da die Mikrowellenstrahlen nicht gleichmäßig auf die Speise treffen, wird diese gedreht.
Es gibt jedoch inzwischen auch Mikrowellen ohne Drehteller. Diese haben besondere Reflektoren verbaut, wodurch die Strahlen gleichmäßig im Innenraum verteilt werden.
Dank den fehlenden Drehteller haben diese Mikrowellen einen ebenen Boden. Dadurch steigt die nutzbare Fläche und die Reinigung fällt leichter.
Automatikprogramme
Die verschiedenen Zusatzfunktionen lassen unzählige Kombinationen zu. Damit automatisch die richtigen Einstellungen gewählt werden, spendieren viele Hersteller ihren Geräten automatische Kochprogramme.
Du musst lediglich die Art der Speise auswählen und die ungefähre Menge einstellen. Das Gerät wählt dann von allein die richtige Betriebsart (Grill, Heißluft, Mikrowelle), die Leistung und Dauer. Die Automatikprogramme entlasten dich also beim Kochen.
Vorteile und Nachteile des Mikrowellenherds
Lohnt sich eine Mikrowelle überhaupt für dich? Hier findest du eine Anregungen, um diese Frage beantworten zu können. Dabei vergleichen wir den Mikrowellenherd vor allem mit dem klassischen Backofen.
Vorteile einer Mikrowelle
Die Mikrowellentechnik kann Speisen besonders schnell erwärmen. Im Vergleich zum klassischen Backofen werden Speisen viel schneller heiß. Auch das Auftauen geht deutlich schneller
Der Mikrowellenherd ist nicht nur schneller als ein Backofen, er verbraucht dabei auch weniger Energie. Weniger Energieverbrauch bedeutet für dich vor allem geringere Kosten. In Zeiten der Inflation und steigenden Strompreisen ein wichtiger Vorteil!
Freistehende Mikrowellen lassen sich sehr einfach in Betrieb nehmen. Einfach den Stecker in die Steckdose und fertig. Besonders der aufwändige Anschluss an eine Starkstromdose entfällt im Vergleich zum Backofen.
Standgeräte können ganz einfach auf- und abgebaut werden. So kannst du die Mikrowelle auch einfach mal im Schrank oder Keller lagern, wenn es sein muss.
Moderne Mikrowellen können viel mehr als nur Erwärmen. Dank umfangreicher Zusatzfunktionen wie dem Grill und Heißluftmodus kannst du mit der Kombimikrowelle auch Grillen und Backen. Dadurch hast du deutlich mehr Auswahl, welche Speise du zubereiten möchtest.
Die meisten Mikrowellen sind „intelligent“ und mit Automatikprogrammen ausgestattet. Dank dieser Programme gelingt dir das Kochen viel einfacher als es mit einem manuellen Backofen klappt.
Nachteile einer Mikrowelle
Zwar bieten moderne Mikrowellen allerlei Funktionen, allerdings ist die Bedienung nicht unbedingt eingängig. Um wirklich alle Funktionen deiner Mikrowelle auszunutzen, kommst du vermutlich um einen ausführlichen Blick ins Handbuch nicht herum.
Mit steigendem Funktionsumfang steigt auch der Preis. Besonders hochwertig Geräte kosten teilweise mehrere hundert Euro.
Zwar kommen Mikrowellenherde mit Heißluft schon sehr nah an einen Backofen heran. Jedoch klappen besonders anspruchsvolle Speisen wie Torten meistens besser im normalen Backofen.
Auch wenn du sehr große Portionen wie eine Weihnachtsgans zubereiten willst, ist die Mikrowelle eher nur zweite Wahl.
Häufige Fragen und Antworten
Die Bauknecht MW 49 SL ist unserer Testsieger. Sie überzeugt mit unzähligen Zusatzfunktionen und umfangreichem Zubehör.
Ein Mikrowellenherd kann Speisen besonders schnell erwärmen. Dank Zusatzfunktionen kannst du mit dem Gerät auch Grillen und Backen.
Essen aus der Mikrowelle ist nicht ungesünder als beim normalen Kochen. Viel eher werden die Vitamine und Nährstoffe sogar geschont.
Die Mikrowelle kann schwierig zu bedienen sein. Auch kann die Speise leicht verbrennen, wenn die falschen Einstellungen gewählt werden.
Technisch einwandfreie Geräte sind nicht gefährlich. Die Mikrowellenstrahlen können das Gerät nicht verlassen.
Ein guter Mikrowellenherd sollte mindestens 800 Watt haben.
Grundsätzlich können auch günstige Mikrowellen gute Ergebnisse erzielen. Günstige Geräte gibt es ab circa 60 Euro.